Wie nachhaltig ist unser Wirtschaftssystem?

Alternative Ansätze in Betriebs- und Volkswirtschaftslehre

Seit dem Höhepunkt der Weltfinanzkrise im Jahr 2008 sind mittlerweile sieben Jahre vergangen. In der Folgezeit wurde intensiv über bessere Regulierungen der Banken und Finanzmärkte diskutiert - und mit Beschlüssen wie Basel III teilweise auch umgesetzt Die strengeren Regulierungen dienen in erster Linie der Stärkung des Eigenkapitals und sollen so künftige Sozialisierungen von Verlusten verhindern. Grundsätzlich Systemänderungen - etwa eine Rückkehr zum Trennbankensystem - sind bis heute hingegen nicht erfolgt.
Die im Nachklang der Finanzkrise umgesetzten Reformen gehen bis heute vielen Personenkreisen nicht weit genug. In der Konsequenz erfreuen sich Organisationen wie „Attac“ oder diverse „Occupy“-Bewegungen regem Zulauf.  

Auch in akademischen Kreisen wurde die herrschende Volkswirtschaftslehre  - mithin die Neoklassik - bisweilen stark angegangen, sah diese die anstehende Krise doch nicht voraus. Auch wird bezweifelt, dass das Paradigma des dauerhaften Wachstums in einer Welt begrenzter Ressourcen unbegrenzt aufrecht zu erhalten ist.
Bis heute sind in der Folge so an zahlreichen Hochschulen weltweit - häufig initiiert durch engagierte Studenten - Veranstaltungsreihen zur „Pluralen Ökonomie“ entstanden. Ziel der Pluralen Ökonomie ist dabei, die Methoden- und Analysevielfalt in den Wirtschaftswissenschaften zu stärken, also eine Ergänzung zu den bestehenden Lehrinhalten zu bieten. Die vertretenen Positionen sind dabei vielfältig und reichen von Ansätzen der

  • ökologischen Ökonomik“ und 
  • Postwachstumsökonomie“ bis hin zur
  • Evolutionären Ökonomik“ sowie
  • Gemeinwohlökonomie“.


Auch Unternehmen sind gefragt!

Viele heterodoxe Ansätze sehen dabei auch Unternehmen in der Pflicht. Durch

  • Gemeinwohlbilanzen, dem Erfassen von
  • CO2-Fußabdrücken oder der
  • Stärkung regionaler Kooperationen


soll die Nachhaltigkeit in der Wirtschaft gestärkt werden.

Innerhalb unserer Möglichkeiten möchten wir diesen Diskurs weitertragen - und auch andere zur Teilnahme ermuntern. Dazu werden wir verschiedene der oben angesprochenen Themen aufbereiten und zur Diskussion stellen. Beginnen wollen wir damit, aus welchen Gründen die Neoklassik zunehmend kritischer betrachten wird. Im Anschluss sollen verschiedene alternative Ansätze vorgestellt und - sehr gerne auch - kritisch erörtert werden. Auch werden wir zur Diskussion stellen, welchen Beitrag einzelne Unternehmen leisten können.

In diesem Sinne wünschen wir anregende, kritische und faire Diskussionen.

Eurer BIO HOTELS-Team

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