Biodyssey im BIO-Hotel Wolfgruber

    Informationen über EUFEMIA LIDEN
    15.-19. August 2011

    Österreich und das BIO-Hotel Wolfgruber - BEEINDRUCKEND

    posted on 23.08.2011 - Auf meinem Weg nach Österreich begegnete ich vielen Flüssen, Bergen und einer atemberaubenden Landschaft. Als ich im Bahnhof ankam, wurde ich von Nadja und ihrem Sohn abgeholt. Ihre Eltern kauften das Hotel vor 2 Jahren, und seitdem arbeitet sie dort. Ich war überrascht, als sie auf einen kleinen Punkt hoch oben auf einem Berg deutete; dort werde ich die folgenden 4 Tage verbringen. Es dauerte etwas mehr wie 20 Minuten, bis wir beim Hotel ankamen. Überall war dichter Nebel und es regnete stark. „Morgen wirst du ein wenig wandern gehen“, teilte mir Nadja mit einem Lächeln mit. Ich sah aus dem Fenster und schluckte. Die einzigen Anziehsachen und Schuhe, die ich mit hatte, waren Sommersachen und Sandalen. Und dies war bestimmt kein typisches Sommerwetter. Ich lächelte zurück und biss mir auf die Unterlippe; es wird sehr interessant werden. Schon beim Betreten des Hotels spürte ich die Ruhe und die Geschichte dieses Hauses. Das Hotel wurde in den 60ern gebaut, und als Familie Borowic es vor 2 Jahren kaufte, gab es einiges zu tun. Da die ganze Ausstattung im 60er Jahre Stil und sehr dunkel war, wurde erst einmal alles renoviert, was die Familie zumeist selbst tat. Sogar die Fußböden in den Gastzimmern sind neu; und natürlich alles mit ökologischen Materialien. Wolfram erklärte mir später, dass sie alles, seit sie das Hotel eröffnet haben, Stück für Stück erneuern. Es befindet sich immer noch im Prozess der Erneuerung, und wird wohl in ein paar Jahren komplett fertig sein. Der Ausblick von meinem Zimmer war atemberaubend; Berge, grüne Felder und sogar einige Kühe direkt vor meinem Fenster, einfach typisch für die Alpen.
    Am Abend bekam ich ein 4-Gang Menü; gekocht vom Vater, serviert von Mutter und Tochter. Die einzige Person, die im Hotel arbeitet und nicht zur Familie gehört, ist eine Saisonkraft, die Familie Borowic für den Sommer angestellt hat. „Wir wollen so viel wie möglich selbst machen“, erklärte mir Wolfram. Das Essen bestand aus typischer österreichischer Hausmannskost und als Dessert gab es Palatschinken (eine Art Pfannkuchen) mit Schokoladeneis. Es war noch nicht einmal 20.00 Uhr, als ich müde und mit einem großen Lächeln im Gesicht auf mein Zimmer ging. Das gute Essen und die frische Luft zeigten ihre Wirkung, und ich schlief direkt ein.
    Morgen wartete ein neuer Tag!


    "Kärnten is a Wahnsinn"

    posted on 23.08.2011 - Als ich aufwachte, fühlte ich mich trotz 12 Stunden Schlaf (!?) immer noch ein wenig müde. Die Höhenlage und die frische Luft sind wirklich sehr wirkungsvoll. Nach dem Frühstück war es dann Zeit zum Wandern. Zum Glück bekam ich Schuhe und einen Pullover von Nicoline geliehen. Wie sie mir später erklärten, sind wir einen leichten Weg gegangen. Er war wirklich gut zum Wandern und die Sicht war einfach traumhaft. Der Nebel, der am Anfang noch die Berge bedeckte, lichtete sich schnell und man konnte sogar bis zu den höchsten Bergen in Slowenien schauen. Auf dem Weg gibt es ein paar Restaurants und Hütten, wo man einkehren und ein Bier oder ein Glas Wein trinken kann. Besonders typisch für die Menschen hier, ist das sogenannte „Wasserbier“, also eine Mischung aus Bier mit Mineralwasser. Wir kehrten in einer Hütte ein, die sich in einer so perfekten Lage befand, dass wir die gesamte Stadt Wolfsberg und die Berge rundherum sehen konnten. Ich habe eine typische „Jausenplatte“ gegessen, bestehend aus vielen verschiedenen Sorten Wurst und Käse. Zurück im Hotel entspannte ich mich mit einer schönen Tasse Tee in der Sonne auf dem Balkon. Die Auswahlmöglichkeit, die man beim Tee hat, gehört mit zu meinen Favoriten. Es gibt Grünen Tee aus China, Roibos aus Afrika und viele, viele weitere Sorten – alle biologisch! Jeden Abend bekommen die Gäste, die Halbpension gebucht haben, ein 4-Gang Menü. Ansonsten kann man auch á-la-carte bestellen. Am späten Nachmittag und frühen Abend fangen Nicoline und Wolfram an, einiges für das Abendessen und das Frühstück vorzubereiten. Diesen Nachmittag half ich Nicoline dabei, die Käseplatte und Aufstriche für das Büffet herzurichten. Auf dem Frühstücksbüffet stehen u.a. Käse- und Wurstplatten, Müsli und Cerialien, Obst und Gemüse – alles rein biologisch! Am Abend aß ich wieder ein wundervolles 4-Gang Menü, gekocht von Wolfram, und probierte dazu einen neuen Tee aus – den Grünen Tee aus China. Als ich danach auf mein Zimmer kam, trat ich auf den Balkon hinaus und schaute in den Nachthimmel. Die Sterne waren außergewöhnlich hell und die Luft roch so herrlich frisch und rein. „Gute Nacht“, murmelte ich zu mir selbst und fiel direkt in einen tiefen Schlaf, in Erwartung auf einen weiteren aufregenden Tag.

     

    Typisch österreichisch ...

    posted on 23.08.2011 - Die Sonne kitzelte mich im Gesicht, und als ich hinaussah wusste ich, es würde ein wundervoller Tag werden. Heute würde ich mit Nadja ins Kloster nach St. Paul fahren, welches eines der Haupttouristenattraktionen ist. Das Kloster wurde 1091 gegründet, und beherbergt nun ein Museum, eine Bibliothek und einen traumhaften Garten. Die Kirche, welche sich ebenfalls auf dem Klostergelände befindet, wurde im 12. Jahrhundert erbaut, und gehört zu einer der wichtigsten und berühmtesten Kirchen in Österreich. Wenn Sie interessiert an Kunst und Geschichte sind, ist St. Paul wirklich einen Ausflug wert.
    Eine weitere Touristenattraktion, die ich erwähnen möchte, sind die Griffener Tropfsteinhöhlen. „Wenn es regnet, sind diese Höhlen ein sehr beliebtes Ausflugsziel“, erklärte Nadja mir, denn dort wären wir bei schlechtem Wetter ebenfalls hingefahren. Die Tropfsteinhöhlen haben eine sehr interessante Geschichte, und es sind die schönsten mit verschiedensten Farben ausgestatteten Tropfsteinhöhlen in Österreich.
    Nach unserer Besichtigung beschlossen Nadja und ich noch hinunter in die Stadt zu gehen und einen Kaffee zu trinken. Dies war jedoch nur kurz möglich, da ich im Hotel einen Termin zum Reiki hatte.
    Reiki ist eine Art des Energieaustauschs und der „Auffüllung“ der Energie, die schon seit vielen Jahrhunderten praktiziert wird. Da ich noch nie eine Reiki Behandlung hatte, wusste ich in keinster Weise, was auf mich zukommen würde. Ich kann es jedoch nur jedem empfehlen. Man konzentriert sich auf einen Teil seines Körpers (normalerweise auf einen Teil, der einem Probleme bereitet) und der Reiki-Praktizierende „berührt“ diesen Teil, entzieht ihm jede negative Energie und füllt ihn mit positiver Energie wieder auf. Nach der Behandlung fühlte ich mich ein wenig erschöpft, fühlte jedoch auch ein erfüllendes warmes und geborgenes Gefühl tief in meinem Inneren.

    Dann genoss ich eine weitere Tasse Tee auf dem Balkon, mit traumhaftem Blick über die Alpen. Außerdem probierte ich eine typische österreichische Spezialität – den Kaiserschmarrn -. Dies ist eine Art Pfannkuchen, die jedoch dicker und luftiger in der Pfanne ausgebacken und „zerrissen“ wird. Im Wolfgruber wird der Kaiserschmarrn noch vom Chef persönlich mit Brandy flambiert, was ihm einen unvergleichlichen Geschmack gibt.
    Nach dem Abendessen ging ich zufrieden, aufgeladen mit Energie (und Essen) auf mein Zimmer und verabschiedete mich glücklich von diesem Tag.

     

    4 tolle Tage im BIO-Hotel Wolfgruber

    posted on 23.08.2011 - Und wieder ein wundervoller Morgen im Wolfgruber, an dem ich nach 10 Stunden Schlaf erwachte. Wie jeden Tag richtete Nicoline das Frühstücksbüffet her, und kümmerte sich um ihre Gäste. Ich trank einen Kaffee und aß einen Joghurt, sowie Rührei mit Speck. Später fuhr ich mit Wolfram zur Familie Köstinger, von wo das Hotel Wolfgruber seine Schnäpse und Apfelweine bezieht. „Wir versuchen erst einmal alles regional zu bekommen“, erklärte mir Wolfram auf dem Weg. Wir kamen an einem wundervollen Haus an, in dessen Keller sich ein kleiner Produktionraum angefüllt mit den verschiedensten Sorten Wein und Schnaps befindet. I probierte einen Bananen-Apfel-Schnaps und einen weiteren, für Familie Köstinger typischen Schnaps. Frau Köstinger war sehr freundlich, und schenkte mir sogar eine Flasche Apfelwein.
    Nach unserem Besuch bei Familie Köstinger zeigte mir Wolfram noch ein wenig von Wolfsberg. Dies ist die nächst größere Stadt, am Fuße des Berges, mit etwa 25.000 Einwohnern. Wolfram erzählte mir, dass Wolfsberg in der Nähe einiger wunderschöner und interessanter Plätze und Attraktionen liegt. Z.B. kann man gut einen Tagestrip nach Wien, Budapest, Italien oder sogar Slowenien unternehmen.

    Wolfsberg ist eine sehr schöne Stadt mit geschichtlichem Hintergrund, und, wie ich früher bereits erwähnte, mit sehr vielen sehenswerten Ausflugszielen in unmittelbarer Umgebung.
    Ob man mit, oder ohne Familie kommt, man kann hier garantiert eine wundervolle Zeit verbringen. Das Hotel Wolfgruber ist der perfekte Platz zum Verweilen, wenn Sie gerne Wandern, Radfahren oder Skifahren gehen, und natürlich biologisches und ökologisches zu schätzen wissen. Familie Borowic wird sich in jedem Belang um sie kümmern, und man fühlt sich gleich wie Zuhause.

    Und auch ich habe hier eine Art zweites Zuhause gefunden, und weiß, dass ich immer mit offenen Armen empfangen werde, wenn ich zurück komme.
    Deswegen möchte ich diese Chance nutzen, und mich bei der wundervollen Familie Borowic bedanken. Hoffentlich werde ich einmal wiederkommen (und diesmal auch meine eigenen Wanderschuhe mitbringen).
    Nun beginnt meine Reise zurück nach Schweden. Morgen um 07.00 Uhr geht mein Zug vom Wolfsberger Bahnhof, der mich dann um 19.30 Uhr in Lüneburg entlassen wird, damit ich am nächsten Tag die Fähre in meine Heimat besteigen kann.