Informationen über PHILIPP BRAUN
09.-12. September 2011
posted on 11.09.2011 - Diesen sommergrünen Baum und das im Wasser lebende Säugetier würde nun nicht gleich jeder an der Ostsee vermuten, noch dazu in einer Beziehung, die für beide befruchtend ist. Ehrlich gedacht konnte ich es mir bis gestern auch schwer vorstellen, wenn ich es nicht meinen eigenen Augen gesehen hätte. Betrachten wir doch einmal den Ginko näher. Nicht alleine die Auszeichnungen wie Baum des Jahres oder gar Baum des Jahrzehnts machen ihn so begehrenswert, sondern vielmehr ist es die Kraft die in ihm schlummert, die Form seiner freundschaftlich angeordneten Blätter oder auch sein beträchtliches Alter welches über 1000 Jahre reichen kann. In Prerow ist der Ginko noch zart und jung und vollzieht seit wenigen Monaten, frisch in die Erde gepflanzt, seinen Einstieg in die Biowelt. Dezent macht er sich an manchen Stellen bemerkbar und haucht mit seinem zarten Grün Sinn in die Umgebung. Den findet man selbstverständlich auch in Form einer breiten Palette an Behandlungen, Massagen und Aktivitäten: Fußreflexzonen, Lymphdrainage, Hot Stone, hawaiianische Lomi Lomi Nui, Tellington-Touch, Mukabhyanga, Padabhyanga oder auch Cranio-Sakral, klassische Homöopathie, Tai Chi, Yoga und Qi Gong reduzieren das Sein aufs Wesentliche. Für die innerliche Reinigung und Selbstfindung empfiehlt es sich, auch einmal ein paar Tage den Genuss von Fleisch, Genussmittel oder Sonstigem hinten anzustellen und eine kleine Fastenzeit einzulegen. Falls der Hunger doch so groß wie ein Bär oder gar Wal wird, fährt man einfach dort hin – zum Walfisch, der auf eine bewegte Geschichte blickt. Seit 1890 liegt er in unmittelbarer Boddennähe und konnte mitverfolgen, wie Leute den Bund der Ehe begingen, Jugendliche herumtollten oder seit knapp einer halben Dekade verantwortungsvolle Genussmenschen sich an biologischen Leckereien erfreuen. Eine Mecklenburger Kartoffelsuppe mit Backpflaumen ist von einer mollig cremigen Konsistenz, die Säure der Gurken spielt mit der Süße der Pflaumen und verleiht der Suppe ein zart nuanciertes Wechselspiel unterschiedlicher Aromen. Ein Zander mit einem zart, weichen Fleisch und einer kross gebratenen Haut, dazu Erdäpfel mit Petersilie bestreut unterstreicht, wie wenig es braucht, um Fisch voll zur Geltung zu bringen. Als Abschluss ein Pflaumen-Streusel-Kuchen der frisch auf dem Ofenblech gebacken wurde, versüßt die ohnehin gewaltige Aussicht aufs Küstenwasser.
Und so unterstützen sich die zwei Hotel in ihren Anliegen und machen die Gegend für Touristen noch attraktiver. Für ein Mittag- und/oder Abendessen wird man ins Walfischhaus nach Born geschickt, für energiespendende Behandlungen zahlreicher Art lotst man die Leute ins Ginkgo Mare in Prerow.