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19.-21. August 2011
posted on 23.08.2011 - „Nein…nein…nein…nein der auch nicht…und der schon gar nicht!“ Frustriert stand ich in einem kleinen Bioladen vor dem Regal mit alkoholischen Getränken. Ich war von Freunden zu einem feinen Abendessen eingeladen worden und wollte nicht die übliche Flasche Wein oder eine Schachtel Pralinen mitbringen. Dieses Mal sollte es etwas Besonderes sein: ein Bio-Schnaps. Richtig fündig wurde ich hier aber nicht so wirklich! Zuvor war ich in einem der größten Supermärkte Vorarlbergs auf der Suche nach einer guten Bio-Spirituose. Nachdem ich dann mehrere Regale abgeklappert hatte, die ernüchternde Einsicht: Bio-Wein ja, aber Bio- Schnaps gibt’s hier leider nicht! Auch in den umliegenden Naturkost bzw. Bioläden war die Ausbeute an guten Edelbränden recht klein. Vor allem die Aufmachung der Produkte war nicht gerade der Hit. Lieblos gestaltete, altmodisch wirkende und zum Teil schief aufgeklebte Etiketten. Als Geschenk geradezu ungeeignet. Enttäuscht von dem Sortiment, wurde es am Schluss dann eine gute Bio-Schokolade. Zwar auch sehr fein, aber eigentlich nicht das was ich im Sinne hatte.
Zu meiner Überraschung wurde ich dann eine Woche später im Bio-Hotel Saladina fündig Nach unserem feinen 4-Gänge-Menü überraschte uns Daniel Wohleser, Mitbesitzer und Koch des Hotels, mit einem Sortiment feinster Edelbrände/Spirituosen. Von Gin, über verschiedene Whiskeysorten, Wodka und Rum, bis hin zum Haselnussgeist- alles war dabei. Daniel Wohleser ist ein Liebhaber edler Brände und guter Weine und immer wieder auf der Suche nach neuen Marken und Lieferanten. Er recherchiert im Internet, bekommt Tipps von Bekannten und Lieferanten oder anderen Bio-Hotelbesitzern. Hier macht sich, seiner Meinung nach, das Bio-Netzwerk wieder einmal bezahlt! Alle zwei bis drei Jahre packt Daniel Wohleser dann Kind und Kegel in sein Auto und fährt zu den Produzenten um sich die Produktionsanlagen anzusehen und natürlich um die Bio-Weine bzw. den Edelbrände zu verkosten.
Dieses Engagement zahlt sich aus. Die Weine und Edelbrände schmecken hervorragend und auch die Aufmachung (Flasche, Etikett) dieser Produkte kann sich sehen lassen. Durch den direkten Kontakt zu den Produzenten, ist Daniel Wohleser nicht nur im Besitz neuester Bio-Weine und Edelbrände/Spirituosen, sondern kann auch die Geschichten, die hinter diesen Produkten stehen, seinen Gästen vermitteln.
Auch uns, meinem Freund und mir, erzählt Daniel davon. Besonders angetan hat es mir ein Gin, mit einem wuchtigen aber doch feinen Wachholderaroma. Er stammt aus München und wird dort von zwei jungen und engagierten Männern (Daniel Schönecker und Maximilian Schauerte) destilliert. Früher waren beide Bänker, die sich dann aber lieber ihrer wahren Leidenschaft, dem Gin, widmeten. Diese Leidenschaft spürt man auch in ihrem Produkt.
Nach zwei Stunden Verkostung und vielen tollen, spannenden und lustigen Geschichte, sind wir uns dann beide einig: Diese (Edel-)Brände sind so gut, dass man sie gar nicht löschen will!
posted on 25.08.2011 - Während meines Aufenthaltes im Bio-Hotel Saladina durfte ich nicht nur das tolle Hotel und seine Einrichtungen, sonder auch eine Behandlung bei Ulli Wohleser genießen. Sie ist Dipl. Physiotherapeutin und absolviert zusätzlich eine Osteopathieausbildung. Ulli ist in der vorbeugenden Behandlung von Menschen tätig. Vor allem die Gäste des Bio-Hotels Saladina nehmen gerne dieses Angebot war.
„Mein Tätigkeitsfeld ist recht groß und abwechslungsreich“, berichtet sie in einem Gespräch mit uns. „Manche Menschen sind gestresst und kommen wegen einer entspannenden und sanften Massage zu mir. Andere wiederum sind stark verspannt und/oder haben Beschwerden.“ Auch ich gehöre zu denjenigen die öfters an Verspannungen, gerade im Nackenbereich, leiden und war deswegen auch schon öfters mal bei Masseuren. Hier bei Ulli mache ich zum ersten Mal Bekanntschaft mit der Osteopathie und seinen Grundprinzipien. In der Osteopathie wird der Körper als Einheit angesehen, dessen Funktion vom harmonischen Zusammenspiel aller Strukturen im Körper (Skelett, Bänder, Sehnen, Organe, Blutversorgung durch Arterien und Venen,…) abhängt. Ist eine dieser Strukturen im Körper gestört kommt es zu Beschwerden. Daher werden Symptome (Beschwerden) nicht einzeln behandelt. Der Mensch wird als Ganzes wahrgenommen.Da der Mensch als Einheit wahrgenommen wird beginnt jede Behandlung mit einem ausführlichen Gespräch, in dem sich der/die OsteopathIn genau über seinen Patienten informiert. Ein/e OsteopathIn nutzt ausschließlich die feinfühlig geschulten Hände, um die Ursachen von Beschwerden aufzuspüren und zu behandeln.Auch bei mir informiert sich Ulli genau über meiner Beschwerden und findet mit ihren geschulten Händen schnell meine Verspannungen. „Hier hast du Schmerzen nicht wahr!?“ „Und wie“, schießt es aus mir heraus. „Dieser Schmerz im Nacken quält mich oft Tage lang“, füge ich hinzu. Dann beginnt die Behandlung von der ich stark überrascht bin. Ich hatte mir die Behandlung mit starkem Herumgeschiebe, Herumgedrücke und Schmerzen vorgestellt. Aber von Schmerzen gibt es hier keine Spur. Mit dem leichten Druck ihrer Finger und ein paar sanften Bewegungen löst Ulli meine Verspannungen im Nu. Und siehe da, nach dieser Behandlung bin ich das erste Mal seit Tagen schmerzfrei und unendlich erleichtert.
„Pass gut auf dich und deinen Rücken auf“, gibt Ulli mir zum Abschied mit. Das werde ich bestimmt. Und falls mich mein Rücken doch wieder einmal plagen sollte, dann weiß ich ja an wenn ich mich in Zukunft wenden kann!