Biodyssey im BIO-Hotel Monika

    Informationen über JESSICA STURM
    12.-14. August 2011



    Des schmeckt wia nasse Fiaß!

    posted on 15.08.2011 - „Die ist ned giftig, schmeckt aber wia nasse Fiaß“, antwortet Bantl Hans, unser Naturführer, auf meine Frage, ob denn diese Beere auch essbar sei. Da diese Geschmacksrichtung meine kindliche Neugier weckt, stecke ich sie sogleich in den Mund. Wie nasse Füße schmeckt sie zwar meiner Meinung nach nicht, aber der Geschmack geht definitiv in Richtung ungenießbar. So macht es dann auch gleich „Päh, pfui, wäh!“, und die halbzerkaute Beere ist wieder aus meinem Mund draußen. Hans grinst ganz schelmisch und lotst mich weiter durch die Geisterklamm*. Hans ist seit 35 Jahren Wander/Naturführer und kennt so ziemlich alles was in der Natur kreucht, fleucht und wächst. Heute führt er uns durch die, vor Millionen Jahren durch einen Gletscher entstandene, Geisterklamm. Während wir durch die wunderschöne Klamm gehen, bleibt Hans immer wieder stehen und erklärt uns allerlei Wissenswertes über verschiedene (Heil-) Pflanzen, die Entstehung der Klamm und die Geschichte Leutaschs. Damit wir uns die Namen der Pflanzen leichter merken, verbindet er sie immer wieder mit interessanten Geschichten, lustigen Anekdoten und Witzen. Auch gibt er uns immer wieder Anlass für eigenständiges Erkunden. So wird gehorcht, geschaut, ertastet und beschnuppert. Als wir dann im Wald an einem Ameisenhaufen vorbeikommen, erzählt uns Hans, dass diese immer an Kreuzpunkten von Wasserader oder über Energiepunkten liegen. Bevor wir uns versehen verschwindet Hans zwischen den Sträuchern und kommt mit einen Y-förmigen Ast wieder zurück, den er dann als Rute, zum Anzeigen der Wasserader bzw. der Energiepunkte, verwendet. Natürlich bin ich wieder einmal neugierig und frage sofort, ob ich das den auch mal probieren darf. Mein Freund und ich dürfen und staunen nicht schlecht, als sich die Rute, wie von Zauberhand, nach unten neigt. Hans ist von uns beeindruckt und meint wir hätten Talent.

    Als wir dann nach diesem erfolgreichen Rutengang am Ende der Geisterklamm ankommen, wartet zum Abschluss noch ein Geisterklammrätsel auf uns. Während ich für die richtigen Antworten angestrengt grübeln muss, weiß Hans natürlich wieder einmal sofort alles. Als mein Freund und ich dann wieder in der Bio Landpension Monika ankommen, sind wir uns darüber einig, dass wir den Hans nur noch den Wikipediaman nennen. Den Hans weiß alles und sogar noch ein bisschen mehr.

    *Einer Sage zufolge wohnt dort ein Geist.

    Kimm eina. Hock di nieder. Lehn di zrugg. Lass dir’s schmecken!

    posted on 17.08.2011 - „Hats euch geschmeckt?“, fragen Theresa und Alessio. „Wirklich hervorragend“, antworten wir beide gleichzeitig und streichen zufrieden über unsere runden Bäuche. Vor zwei Jahren hat Theresa die Geschäfte der Bio Landpension von ihrer Mutter Monika übernommen und ist dem Motto der Pension:„Die Hausfrau kocht selbst“, treu geblieben.Jeden Tag stehen Theresa und ihr Lebenspartner Alessio in der Küche und zaubern kulinarische Köstlichkeiten. „Am morgen bieten wir ein Frühstücksbuffet an und zum Abendessen gibt es jeden Tag zwei Menüs. Eines mit Fleisch und eines vegetarisch. Auf Wunsch kochen wir auch vegan und glutenfrei und berücksichtigen natürlich auch die Nahrungsmittelallergien und Unverträglichkeiten unserer Gäste“, erzählen uns Theresa und Alessio. Da ich als Diätologin weiß, wie schwierig es manchmal sein kann glutenfrei zu kochen uns zu backen, bin ich sofort schwer beeindruck.

    „Unsere Lebensmittel sind natürlich 100% Bio“, fügt Theresa noch hinzu. „Schon vor Jahren war meine Mutter auf der suche nach etwas speziellen und authentischem. Da bei uns schon immer bevorzugt mit biologischen und regionalen Lebensmitteln gekocht wurde, sprach meine Mutter die Idee einer Bio Landpension sofort an. Seit 2002 sind wir ein biozertifiziert Betrieb und haben alles auf Bio umgestellt. Das Bio für die Familie Klimitsch nicht nur eine Marketingidee ist, spürt man. Das Haus ist elektrosmogreduziert, die Waschmittel, die Handseife und das Saunaöl sind 100% biologisch, die Vorhänge, die Bettwäsche und die Handtücher bestehen aus Bio-Baumwolle und sogar die die Betten sind „Öko-Control“ zertifiziert.

    Auch das Gasthaus „Naturwirt“ der Familie Klimitsch spiegelt die Verbundenheit mit der Natur und den Menschen im Tal wieder. Das große, helle Holzhaus mit seinen Vollholzmöbeln wirkt gemütlich und für die Zubereitung der Speisen werden biologische und/oder regionale Produkte herangezogen. Wir nehmen das Motto des Naturwirten „Kimm eina. Hock di nieder. Lehn di zrugg. Lass dir’s schmecken“, Wort wörtlich und genießen nach unserer Radtour durch Leuatsch ein feines Mittagmenü aus frischen Blattsalaten, Pfifferlingen und Steinpilzen.

    Zum Schluss unseres tollen Bio-Wochenendes sind wir uns beide einig. Mir kimmand wieder!