Biodyssey im BIO-Hotel L'Aubier - CafeHotel

    Informationen über CHRISTIAN MÜLLER-GUTTENBURG
    24.-26. August 2011

     

    Montezillon – Neuchatel, das Café-Hotel l’Aubier

    posted on 24.08.2011 - Um 10 Morgens verließ ich das Eco-Hotel l’Aubier um mich auf den Weg nach Neuchatel zu machen. Christoph Cordes empfahl mir eine wunderbare Wanderroute ungefähr 300 Meter über dem Seeufer. Man spaziert auf Forst- und Feldwegen durch eine wunderschöne landwirtschaftlich genutzte Landschaft, geprägt von kleinen, liebevoll renovierten Häusern und großen Höfen. Bevor man zum Abstieg schreitet, passiert man eine kleine Burg, die in frühen Tagen wohl als Mautstelle gedient hat, jetzt aber als Museum Besucher locken soll. In Neuchatel angekommen, einer durchaus repräsentativen, beinahe herrschaftlichen Stadt, stößt man fast automatisch auf das Café-Hotel l’Aubier. Es befindet sich direkt am Fuße des Schlossberges und war, laut Christoph Cordes, das erste Gebäude außerhalb der Stadtmauer. Eine bunt bemahlte Brunnensäule auf der eine Ritter in Rüstung thront passierend, tritt man in das kleine Kaffee im Erdgeschoß, welches sofort mit seinem Charme besticht. Mehrer kleine Tische vor einer in Vollholz gehaltenen Bar mit einer Kaffeeröstmaschine in der Ecke laden zu einem kleinen Snack mit anschließendem Kaffee. Bevor das Gebäude von l’Aubier umgestaltet wurde, befand sich eine Chemische Reinigungsfirma im Erdgeschoß und im ersten Stock. Die umliegenden Geschäfte sowie die Stadtverwaltung waren froh als l’Aubier sein Konzept eines nachhaltigen Stadthotels mit Cafe-Rösterei umsetzte. Der  köstliche Kaffee den man an der Bar bekommt, stammt von der Finca Irlanda in Chiapas/Mexico. Die arabica und robusta Bohnen werden jeden Montag Morgen von Christoph Cordes selbst geröstet und an das Eco-Hotel, das Café und ein weiteres Restaurant in Neuchatel geliefert. Nach einem kurzem Check-in finde ich mich im ersten Stock in einem stimmig eingerichteten Zimmer (die Zugehörigkeit zu dem Eco-Hotel l’Aubier ist kaum zu übersehen) wieder. der Blick durch die Mittelalterlichen Fensterläden auf die enge Straße lädt gerade zu ein die Stadt zu erkunden. Doch zuvor noch eine kleine Erfrischung an der Bar.


    Le dernière jour à l’Aubier

    posted on 26.08.2011 - Nach einem kleinen Frühstück mit Produkten aus eigner Produktion (die Zwetschkenmarmelade war hervorragend) und Röstung, bin ich mit der SBB (Scheizer Bahn) zum Fuße des Noiraigue gefahren. Der kleine schmucke Ort mit blick auf das Jura Plateau lud zum verweilen. Nichts desto trotz machte ich mich auf, die “14 Kurven” wie der auf der Karte nicht sehr anspruchsvoll aussehende Aufstieg zum Creux-du-Van heisst, zu begehen. Schon auf halben Weg (Kurve 7) blieb mir die Luft weg und eine Pause mit Fair-Trade Schoki aus der Boutique im Eco-Hotel l’Aubier füllte mein Energiereservoir wieder auf. Nach nur 2 Stunden erreichte ich die Kante des Creux-du-Van, von der aus man einen Atemberaubenden Blick über den Neuenburger See und die sich dahinter erstreckenden Voralpen hat. Das Creux-du-Van ist das größte natürliche “Amphietheater” Europas mit einer Höhe von knappen 200 Metern. Mann kann sich direkt an die Kante legen, und bekommt so den Eindruck man fliege über den Neuenburger See. Nach einer Ausgiebigen Pause machte ich mich wieder nach Neuenburg auf und passierte dabei Wege die ich an den Vortagen bereits abgegangen war. Um ca. 13:30 Uhr kam ich, bei den hohen Temperaturen verständlich, bis aufs Unterhemd durchnässt, im Café-Hotel in Neuenburg an. Der Nachmittag gestaltete sich etwas entspannter. Ein gemütlicher Spaziergang durch die Innenstadt der schönen mittelalterlichen Stadt führte mich direkt zu “Les Halles”, dem regionalen Bauernmarkt auf dem landwirtschaftliche Produkte zu, für schweizer Verhältnisse, billigen Preisen anboten werden. Das Schloss mit der Kantonalverwaltung passierend, den “Avenue de première Mars” hinaufschlendernd, stoße ich auf das Hotel du Peyrou. Es ist ein wunderschönes Palais mit einem überaus interessanten französischen Garten, der sich einst bis zum See erstreckte. Die Gäste des Hotels können auf der Terrasse speisend, die Produkte die sie auf ihren Tellern haben in Natura betrachten. Neben klassischen Kegelförmigen Büschen, sind im ganzen Garten statt Blumen, Gemüseraritäten in den Beeten zu finden. Von Jungzwiebeln, intensiv leuchtenden Mangoldpflanzen, über Artischocken und violetten Bohnenranken, die alle kreisförmig um den sich im Zentrum befindenden Brunnen angeordnet sind, besticht dieser bis ins Detail geplante französische Garten mit seiner natürlichen Unordnung, die die Ranken und wuchernden Gemüsepflanzen erzeugen.

    Nach mehreren Stunden am Neuenburger Strand, und einem Abendessen bestehend aus schweizer Käseraritäten (aus dem alt eingesessenen “Maison du Fromage” im Stadtkern) und einem Französisch anmutenden Baguette, ließ ich den Tag, wieder einmal erschöpft, bei einem schon fast kitschigen Sonnenuntergang auf der Seepromenade, ausklingen.