posted on 25.09.2011 - Das Naturhotel Chesa Valisa im Kleinwalsertal in Vorarlberg liegt auf 1100m Höhe und ist seit 500 Jahren im Familienbesitz, mittlerweile in der 13. Generation. Nach einer fünfstündigen Zug- und Busfahrt war eine ayurvedische Gesamtkörpermassage genau das, was ich brauchte um an- und runterzukommen. Gemeinsam mit dem Heilmasseur Uwe entschied ich mich für „Abhyanga“, einer Massage mit schwarzem, heißem Sesamöl, bei der zuerst alle fünf Chakren des Körpers durch kreisende Bewegungen mit wenig Druck geöffnet wurden und anschließend die am meisten verspannten Körperregionen durch lockeres Massieren gelöst wurden.
Nach einer Ruhezeit von etwa 10 Minuten ging’s zum Schwitzen in die Arnika-Sauna. Ich fühlte mich entspannter, leichter und wesentlich freier im Kopf nach einer antrengenden Arbeitswoche. Der Wellness-Spa-Bereich besticht durch seine Schönheit, Schlichtheit und Reduziertheit in der architektonischen Gestaltung und wird umrahmt von einer spektakulären Bergkulisse.
Die Schwebeliegen auf dem Balkon des Spa-Bereiches bringen einen im wahrsten Sinne des Wortes in einen Schwebezustand. Im unteren Teil des Hauses befindet sich ein Grünbereich mit schönem Swimmingpool, ein Kneipp-Becken und ein netter Kinderspielplatz, der etwas abseits gelegen ist.
Im Hintergrund ist angenehmes Wasserplätschern zu hören. Im Gebäude befindet sich ein kleiner Fitnessraum, ein Ruheraum und mehrere Behandlungsräume. Das Angebot ist vielseitig und reicht von Kosmetikbehandlungen bis hin zu physiotherapeutischen Behandlungen, wie zum Beispiel die Rückenmassage nach Breuss, die Johanna ausprobierte und wieder einrenkte. Mit punktuellen Druckbewegungen entlang der Wirbelsäule werden dabei Wirbelverschiebungen korrigiert. Bei Physiotherapeut und Ultramarathonläufer Markus und bei Masseur Uwe ist man in besten Händen. Persönliche und professionelle Weiterbildung wird im Chesa Valisa großgeschrieben. Uwe wird im Herbst ein Fernstudium in ayurvedischer Medizin beginnen.
Brotbacken verbindet
postet on 25.09.2011 - Einmal monatlich trifft sich der Backverein Kleinwalsertal im Haus von Liane zum Brotbacken.
Der Verein wurde vor einem Jahr gegründet und besteht mittlerweile aus 80 Hobbybäckern. Das Chesa Valisa stellt das Biomehl aus dem Allgäu zur Verfügung und im Gegenzug dazu liefert Liane regelmäßig frisch gebackenes Brot. Diese Kooperation entstand aus einer Not heraus. Die Bäckerei im Tal empfand Lianes Inititiative als Bedrohung. Plötzlich konnte sie kein Mehl mehr vom Lieferanten beziehen und so entstand diese Zusammenarbeit.
Liane fertigt in Handarbeit verschiedene Brotsorten – vom köstlichen Süßgebäck bis hin zum reschen Bauernbrot.
Im Garten steht ein großer Lehmholzofen, in dem alles gebacken wird. Es duftet nach frischem Brot. Drinnen im Haus sitzt die Runde gesellig zusammen und „schwätzt“, wie man auf Walserisch sagt (dt. sich unterhalten). Alle warten auf das Brot, das gerade im Ofen ist. Dann ist es soweit – der Brotbackofen wird geöffnet und das heiße Blech mit dem Brot wird herausgeholt und anschließend auf der Terrasse zum Auskühlen gestellt.
Drinnen machen sich wieder alle an die Arbeit. Den Plunderteig und die Topfenfülle (dt. Quark) für Topfentascherln wurde von Liane bereits vorbereitet.
Die zehn Backgesellen kneten, walken, füllen und falten den Teig. Man merkt sie sind ein gut eingespieltes Team und alle sind mit viel Begeisterung dabei. Man lacht, scherzt und tauscht Persönliches aus. Dann noch etwas Eigelb drüber und ab in den Ofen.
Wie die Mainzelmännchen machen sich alle sobald ans Aufräumen der Küche und im Handumdrehen erstrahlt die Küche wieder zu neuem Glanz. Liane bringt ein großes Backblech mit den fertigen Topfentascherln und die Luft wird erfüllt von süßem Vanilleduft. Wir können nicht widerstehen – genussvoll beißen wir in die noch warmen, knusprig-flaumigen Köstlichkeiten.
Am Ende des Abends wird das Brot aufgeteilt. Daheim warten schon die Familien auf den vollgefüllten Brotkorb, den jeder mit nachhause nehmen darf.