Sauberkeit
ist eine der größten Errungenschaften und gleichzeitig ein großer Fluch. Lebensqualität und -erwartung haben sich zwar verbessert, zu viel Hygiene schadet jedoch unserem Immunsystem und der Umwelt. Mittlerweile haben wir die Wahl zwischen mehr als 50.000 Wasch- und Reinigungsmitteln. 1907 kam das erste „selbsttätige" Waschmittel auf den Markt, eine Mischung aus Perborat, Silikat, Soda und Wasser.
Heutige Wasch- und Reinigungsmittel sind viel komplexer, fast 400 Substanzen können in die Rezeptur eingehen. Die wichtigsten Gruppen sind die waschaktiven Substanzen oder Tenside, die Enthärter und die Bleichmittel. Tenside werden teils auf petrochemischer Basis aus Erdöl oder
Kohle, teils auch aus nachwachsenden Rohstoffen wie Fetten, Ölen oder Kohlenhydrate hergestellt. Sie setzendie Oberflächenspannung des Wassers herab und hüllen den Schmutz auf den Fasern ein, so dass ihn das Wasser benetzen und wegschwemmen kann. Diese Eigenschaft macht Tenside aber auch problematisch, wenn sie ungehindert in die Umwelt gelangen. Denn in Gewässern zerstören sie die „Wasserhaut", sodass zahlreiche Insektenarten bedroht werden. Außerdem können Tenside ab bestimmten Konzentrationen toxisch für Wasserorganismen wirken, indem sie z.B. die Kiemen von Fischen schädigen oder die Membranen für andere Schadstoffe durchlässiger machen.
Ökologische Reinigungsmittel schonen die Umwelt. AlmaWin-Produkte beispielsweise sind reine Konzentrate und somit sehr ergiebig. Das schont die Umwelt, spart Energie und verursacht weniger Verpackungsmüll. Die waschaktiven Substanzen sind biologisch voll abbaubar (OECD-Methode). Weiters verzichtet man auf Füllstoffe, da diese keinerlei Wasch- und Reinigungswirkung haben, sowie auf optischen Aufheller, da diese Allergien auslösen können und synthetisch sind. Phosphate oder Chlor sind ebenfalls nicht enthalten.
Reinigung mit Mikroorganismen
Die Basis der eMC Reinigungsprodukte bilden Effektive Mikroorganismen, deren Wirkung durch natürliche Rohstoffe verstärkt wird. Zusätzlich beinhalten eMC-Reiniger spezielle Mikroorganismenkulturen, die der besseren Aufspaltung von Kohlenwasserstoffen (Öle, Fette) und Cellulose (z.B. WC Papier) dienen. Ätherische Öle ergänzen die Schmutzlösekraft, entfalten einen angenehmen Duft und hinterlassen eine saubere Oberflä-
che. Das Konzept der EM
- Effektiven® Mikroorganismen wurde von Professor Teruo Higa von der Ryukyu Universität auf Okinawa in den 1970er Jahren entwickelt. Dieses Konzept besagt, dass eine Kombination von etwa 80 verschiedenen Mikroorganismen in der Lage sei, faulende („lebensfeindliche") organische Substanzen so zu beeinflussen, dass daraus ein lebensfördernder Prozess entsteht. Diese Prozesse, werden beim eMC®Reiniger durch die Zugabe von biologischen Additiven wie z.B.: Enzyme, Zuckerrohrmelasse und ätherische Öle, noch unterstützt. Als Zusatznutzen verhindern die Mikroorganismen Ablagerungen in den Abflussrohren. Besitzer einer Hauskläranlage fördern durch das Reinigen mit eMC-Reinigern im Haushalt die Klärleistung ihrer Anlage.
Für den ökologischen Putzschrank reicht eine erstaunlich kleine Zahl von Reinigungsmitteln. Das alte Hausmittel Essig sollte man dagegen nicht verwenden, da er mit Seife schwerlösliche Rückstände bildet und mit Kupfer reagiert. Will man auf spezielle Sanitärreiniger nicht verzichten, sollte man Produkte auf Basis von Ameisen-, Zitronen- oder Weinsäure verwenden, allenfalls mit geringen Tensidanteilen.
Auch bei Reinigungsmitteln gilt:
Nur das eingesparte Reinigungsmittel ist wirklich umweltverträglich. Daher kann man unnötige Umweltbelastungen v.a. durch sparsame Dosierung vermeiden. Grundsätzlich sollte man eher gering dosieren, zumal man jederzeit nachdosieren kann.
Europäische Umweltblume
Einige in Deutschland erhältliche Allzweckreiniger, Hand- und Maschinenge-schirrspülmittel, Seifen und Waschmittel sind mit der Europäischen Umweltblume ausgezeichnet. Die ausgezeichneten Produkte sind frei von bestimmten gefährlichen Stoffen, haben nur geringe Umweltbelastungen, bieten Informationen zum umweltbewussten Gebrauch und verzichten auf unnötiges Verpackungsmaterial. Bislang ist die Umweltblume bei Wasch- und Reinigungsmitteln noch nicht sehr verbreitet.
Mit mechanischen Hilfsmitteln ...
kann man den Einsatz von Chemikalien wirksam reduzieren: Grobe Verschmutzung vorab beseitigen, z.B. Fettreste beim Spülen, Scheuerpulver oder Scheuermilch je nach Oberfläche bevorzugen, Mikrofasertücher: Faserstruktur ermöglicht gute Reinigung mit wenig Putzmittel, Reinigungsschwämme, Topfreiniger verwenden, WC-Reinigung: WC-Bürste, Scheuerpulver und Zitronensäure, Gummilippe zum Abziehen des Wassers beim Fensterputzen und nach dem Duschen, Saugglocke, mechanische Spirale bei Verstopfungen.
Allzweckreiniger
Für wischbeständige, nicht kratzfeste Oberflächen. Allzweckreiniger sollen keine Phosphate oder Lösungsmittel und keinen Salmiak enthalten.
Scheuermittel
Quarzmehl, Marmormehl oder Kreide wirken mechanisch, so
dass weniger Tenside nötig sind. Für kratzfeste Oberfl ächen bevorzugen, z.B. Backofen, Arbeitsplatten, Kacheln. Flüssige Scheuermilch ist auch für empfindlichere Flächen geeignet. Bleich- und Desinfektionsmittel sollten nicht enthalten sein.
Geschirrspülmittel
Bei Maschinengeschirrspülmittel phosphatfreie Mittel bevorzugen. Sie sollten auch keine desinfi zierenden oder bleichenden Stoffe enthalten.
Zitronensäure
Zum Entkalken und leichten Desinfi zieren, z.B. Wasserkocher,Kühlschrank.
Spiritus
Als Glasreiniger klares Wasser mit ein paar Spritzern Spiritus verwenden.
Tipp:
Mehr Infos zu effektiver Reinigung
http://www.multikraft.com/
http://www.almawin.de/
http://www.eco-label.com/
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